Arbeitsweise
Induktive Messtaster (Messwertaufnehmer) arbeiten nach dem induktiven Messverfahren mit mechanischer Berührung. Ein mit Wechselspannung erregtes Spulensystem induziert entsprechend der Lage eines weichmagnetischen Kerns im Spulensystem eine Ausgangswechselspannung. Bei symmetrischer Lage, dem elektrischen Nullpunkt, ist die Spannung Null. Ein Verschiebung des Kerns, der z.B. am Messbolzen befestigt ist und die Messgröße aufnimmt, bewirkt eine Änderung der Induktivität. Es wird dabei ein Signal erzeugt, das nach Verstärkung und Gleichrichtung der Anzeige und dem Ausgang zugeführt wird. Das analoge Messsignal wird je nach Art des Messgerätes direkt durch einen Spannungsmesser (Voltmeter) angezeigt oder digital umgeformt an einer Ziffernanzeige dargestellt.
Ein besonderes Merkmal der analogen Messwerterfassung besteht in der eindeutigen Zuordnung der Messgröße (Position des Messbolzens) zum Messsignal (angezeigter Messwert). Dies hat den Vorteil, dass nach einer Spannungsunterbrechung (Geräteabschaltung oder Stromausfall) der vorher angezeigte Messwert wieder ansteht.
